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2:0 für das Ei
Nachdem Eier in den 1980er Jahren wegen des Cholesterins als gefährlich eingestuft wurden, werden nun viele Beobachtungen publiziert, die genau das Gegenteil dieser Vermutung aufzeigen. So haben die Wissenschaftler um Donna Kritz-Silverstein 890 ambulant behandelte Personen im Alter um die 70 Jahre für 4 Jahre beobachtet. Man hat zweimal Blut abgenommen und dabei mit einem Fragebogen zur Ernährung gearbeitet, was nach wie vor ein sehr schwaches Verfahren ist. Die Auswertung in dieser Veröffentlichung konzentriert sich auf den Konsum von Eiern in der Woche. Die Befragung ergab folgende Verteilung:
Ungefähr ein Drittel aller Befragten gab in 1990 an, so gut wie gar keine Eier zu essen und nochmal 20 Prozent, nur ein Ei pro Woche zu sich zu nehmen. Man sieht, die Verunsicherung aus den früheren Jahren wirkt.
Das Spannende an dieser Studie ist, dass man nicht nur Laborwerte aufgenommen hat, sondern man hat auch die kognitiven Funktionen der Teilnehmer gemessen. Dabei hat man festgestellt, dass der Konsum von Eiern in Frauen eine signifikante Aussage erreichte, nämlich dass der kognitive Abbau nicht so stark ausfiel im Vergleich zu den Frauen, die angaben, keine Eier zu essen.
Die Rohdaten enthalten auch noch einige interessante Aussagen, wodurch eben auch das Ei entlastet werden kann:
Man sieht links die 88 Frauen, die gar keine Eier essen und ganz rechts die Frauen, die angegeben haben, mehr als fünf Eier die Woche zu essen. Wenn man sich den im Blut gemessenen Cholesterinwert anschaut, dann ist der exakt identisch. Denn es wird für das Arztstudium auch im Biochemiefachbuch von Florian Horn erklärt, dass der größte Anteil vom Cholesterin in der Leber selbst hergestellt wird. Hier eben auch ein schöner Beweis.
Ich möchte an dieser Stelle jedoch noch einmal erwähnen, wie wichtig es ist, genug Cholin, welches eben auch im Ei enthalten ist, zu sich zu nehmen - vor allem, wenn man ein langsames PEMT-Gen hat. Das Cholin aus dem Ei wird inzwischen als Schutzfaktor für Alzheimer gesehen (https://www.strunz.ch/eier-schuetzen-vor-alzheimer.html). Wenn Sie ein langsames PEMT-Gen haben, wie ich, dann ist es nochmal wichtiger, auf eine gute Versorgung zu achten. Ich habe soeben meine Leberwerte um 30 Prozent verbessert, indem ich meine Cholinversorgung mit einem Präparat, welches konzentriert Phospholipide enthält, verbessert habe. Insbesondere wenn man viel Sport macht, sollte man meiner Meinung nach seine Ausprägung des PEMT-Gens kennen. Oder wenn man unerklärlich tendenziell zu hohe Leberwerte hat, dann mag das eine Erklärung sein.
Quelle: Egg Consumption and 4-Year Change in Cognitive Function in Older Men and Women: The Rancho Bernardo Study, Donna Kritz-Silverstein et al., 2024, DOI: 10.3390/nu16162765
Über den Autor:
“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:
"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe.
Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise."
”