Es ist eines der Trendthemen der letzten Jahre: Der Darm. Wie Sie wissen, benötigt der Mensch den Darm zur Nährstoffverwertung. Er ist wie eine Schleuse durch unseren Körper, um die Nahrung bestmöglich zu verwerten. Neben dieser Aufgabe hat der gesamte Verdauungstrakt einen entscheidenden Einfluss auf unser Immunsystem, unsere Energieversorgung, Regeneration und Leistungsfähigkeit. Das macht dieses Organssystem auch für den Leistungssport interessant.

Bei intensiver Belastung wird der Darm geschädigt. Aufgrund der Umverteilung des Blutes in das Herz, die Lunge und die Muskulatur kommt es zu einer Minderdurchblutung, die die Darmbarriere, die eine Art Schutzschild ist, schwächt und lokale Entzündungsreaktionen auslöst. Grund dafür sind reaktive Sauerstoffspezies, die die Verbindungspunkte der Darmzellen schädigen. Das sind hochreaktive Moleküle, die als Nebenprodukte ganz natürlicherweise in unserem Zellstoffwechsel entstehen. Übermäßige Mengen aktivieren im Darm Enzymsysteme, die unmittelbar diese Verbindungspunkte zersetzen. So können Verdauungsbeschwerden, Autoimmunerkrankungen, Hautprobleme oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehen. Auch Angst, Depressionen und verminderter Appetit werden damit in Verbindung gebracht. Durch das nun bereits entzündete Milieu der Darmschleimhaut kommt das empfindliche Gleichgewicht des Mikrobioms durcheinander und bestimmte Bakteriengattungen breiten sich vermehrt aus, was auch in Zusammenhang mit Stimmungsveränderungen, Verdauungsbeschwerden und Leistungsabfall steht. Die, durch hochintensives Training freigesetzten Stresshormone, sind für einen Heilungsprozess kontraproduktiv. Es ist also kein Wunder, dass viele Sportler mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen haben.

Aber natürlich kann man diesen Effekten etwas entgegensetzen und, als hätten Sie es bereits erahnt, kommt es darauf an, was auf den Teller kommt. Doch hier landen bei Sportlern viel zu oft die, gegen das Energiedefizit reingestopften, stärkehaltigen Kohlenhydrate wie Nudeln, Weißbrot und Reis. Diese machen Sinn im Zusammenhang mit Wettkämpfen, weil sie als ballaststoffarm gelten und mit fettarmen Beilagen eine schnelle Magenentleerung fördern, was wiederum zu einer ausreichenden Durchblutung des Darmes führt. Diese Produkte können auch zwischen eng getakteten Trainingseinheiten eine Option sein, sollten jedoch im Tagesverlauf nicht die Hauptenergiequelle bilden.

Ein Sportler sollte demnach für einen gesunden Darm auf ballaststoffreiche und pro- bzw. präbiotisch wirksame Lebensmittel Wert legen und diese mit Omega-3 haltigen Produkten ergänzen. Überlegen Sie mal, ob bei Ihnen ausreichend Vollkornprodukte, (Hülsen-)Früchte, Gemüse, Joghurt, Sauerkraut oder Kimchi, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Fisch oder Olivenöl auf den Tisch kommt. Ohne diese Basis helfen Ihnen auf Dauer auch keine, in Tablettenform angereichten, Mikroorganismen.

Ausprobieren lohnt sich – nicht nur wegen der positiven Effekte auf den Körper, sondern auch, weil es sich morgens als Produkt in ganz neuer Form bemerkbar macht. In diesem Sinne, einen guten Start in den Donnerstag!


Quelle: Clark, A., Mach, N. Exercise-induced stress behavior, gut-microbiota-brain axis and diet: a systematic review for athletes. J Int Soc Sports Nutr 13, 43 (2016). https://doi.org/10.1186/s12970-016-0155-6



Über den Autor:


“Justus Mörstedt widmete sich bis zu seinem 14. Lebensjahr in seiner Freizeit dem Triathlon, bevor er sich endgültig auf sein Lieblingselement, das Wasser, fokussierte und Finswimmer wurde. Seit 2019 ist er Sportsoldat und studiert und trainiert im Leistungszentrum Leipzig.

Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Hier lebe ich meinen Traum: Leistungssport und Medizinstudium. Mich fasziniert es, das neu Erlernte im Sportleralltag in die Praxis umzusetzen und somit den oft trockenen Inhalten ein wenig Leben einzuhauchen.“

Diese Kombination macht sich bezahlt: im Juli 2024 wurde er zweifach Weltmeister. Über 200m Streckentauchen hält er den Europarekord. Falls Sie neugierig geworden sind, was Finswimming ist, sehen Sie sich in den News um, oder werfen eine beliebige Suchmaschine an!

Forever young wurde ihm mit seinem Einstieg in den Profisport sozusagen „in die Wiege gelegt“. Sein Trainer sagte immer: „Wer hier mitmachen will, muss mindestens ein Strunz-Buch gelesen haben.“ Zu Wettkämpfen verteilte er den Sportlern immer Vitamineral 32. Mit den Jahren in Leipzig hat sich in seinem 23 Jahre jungem Kopf so einiges zusammengesammelt, was er gerne mit Sportlerkollegen unter anderem hier in den News teilt. Dabei unterstützen wir als forever young ihn als Sponsor."